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Wie wäre es, wenn du nach Feierabend wirklich Feierabend hättest?

vor 1 Tag
5 Min. Lesezeit

Erholung nach der Arbeit: Was sich verändert, wenn du nicht mehr ständig auf Reserve läufst


Wann hast du dich zuletzt morgens beim Aufstehen wirklich erholt gefühlt? Erholung nach der Arbeit bedeutet schließlich mehr als ein paar Stunden auf dem Sofa. Dein Körper und dein Kopf brauchen die Möglichkeit, Abstand zur Arbeit zu gewinnen und neue Energie aufzubauen.


Nicht einfach nur: „Ich hab genug Stunden geschlafen.“


Sondern wirklich erholt.


Du stehst auf und hast das Gefühl:




Ein Mann lächelnd im Liegestuhl im Garten, die Abendsonne genießend



Ich bin wieder da. Ich habe Energie. Ich kann loslegen.


Vielleicht ist das schon eine Weile her. Dann machen wir eine kleine Probefahrt.

Keine Entspannungsübung. Keine Meditation. Und du musst auch nichts verändern.

Ich möchte, dass du dir einfach einmal vorstellst, wie dein ganz normaler Arbeitstag bisher aussieht.


17:38 Uhr.

Eigentlich wolltest du längst gehen.


Aber da ist noch diese eine Sache.


Und wenn du schon dabei bist, kannst du das auch noch schnell fertig machen.


Du klappst den Laptop schließlich zu.


Nicht mit dem guten Gefühl:


„Das war's. Ich habe heute richtig was geschafft.“


Sondern eher mit dem Gedanken:


„Das ist noch offen. Und das muss ich morgen unbedingt machen.“


Du gehst zum Auto.


Der Arbeitstag ist vorbei.

Aber echte Erholung nach der Arbeit hat noch gar nicht begonnen.


Aber dein Kopf hat das offenbar nicht mitbekommen.


Du gehst im Kopf noch einmal durch, was heute nicht geschafft wurde.


Was morgen ansteht.


Was du vergessen haben könntest.


Was dringend erledigt werden muss.


Und während du nach Hause fährst, bist du gedanklich eigentlich immer noch in der Firma.


Zu Hause sitzt du mit deiner Familie am Tisch.


Du bist körperlich da.


Aber so richtig dabei bist du nicht.


Du bekommst mit, was erzählt wird.


Du antwortest auch.


Aber ein Teil deiner Aufmerksamkeit hängt immer noch bei der Arbeit.


Und vielleicht kennst du diesen Gedanken:


„Ich müsste eigentlich mal wieder etwas mit der Familie machen.“


Oder Freunde treffen.


Sport machen.


Rausgehen.


Einfach irgendetwas, das nichts mit Arbeit zu tun hat. Gute Erholung nach Feierabend bedeutet deshalb nicht automatisch, dass du dich aufs Sofa legen musst. Sie kann genauso bedeuten, Sport zu machen, Freunde zu treffen, rauszugehen oder etwas zu tun, das dir Energie gibt.


Aber dafür reicht die Energie nicht mehr.


Also Sofa.


Ruhe.


Nichts mehr müssen.


Nur endlich Ruhe im Kopf.


Nur leider kommt die nicht.


Und jetzt wird es interessant.


Denn vielleicht denkst du gerade:


„Ich weiß doch, dass ich mich jetzt erholen müsste.“


Natürlich weißt du das.


Du weißt, dass Schlaf wichtig ist.


Du weißt, dass Bewegung gut wäre.


Du weißt, dass du Pausen brauchst.


Vielleicht hast du sogar schon einiges ausprobiert.


Aber sobald es im Job richtig voll wird, passiert wieder dasselbe.


Erst die Arbeit. Dann ich.


Und das klingt zunächst vernünftig.


Nur gibt es ein Problem:


Der Zeitpunkt, an dem alles erledigt ist, kommt nicht.


Also machst du weiter.


Noch eine Aufgabe.


Noch eine E-Mail.


Noch schnell etwas vorbereiten.


Du hältst dich für besonders pflichtbewusst, zuverlässig und leistungsfähig.


Und genau diese Eigenschaften haben dich wahrscheinlich auch beruflich weit gebracht.


Aber irgendwann kippt etwas.


Aus „Ich gebe mein Bestes“ wird:


„Ich darf nicht aufhören.“


Aus Verantwortung wird Festhalten.


Aus Ehrgeiz wird permanentes Antreiben.


Und aus dem Gedanken


„Ich mache das jetzt noch fertig, dann kann ich mich entspannen“


wird ein Feierabend, an dem du zwar nicht mehr arbeitest – aber auch nicht mehr wirklich lebst.


Denn für alles, was Energie zurückgeben könnte, fehlt dir inzwischen die Energie.


Jetzt machen wir einen kleinen Zeitsprung.


Stell dir vor, es ist wieder 17:38 Uhr.

Du klappst deinen Laptop zu.


Diesmal ist etwas anders.


Du weißt, was du heute geschafft hast.


Du weißt auch, was noch offen ist.


Aber du weißt:


Das darf bis morgen warten.


Du steigst ins Auto.


Und zum ersten Mal seit langer Zeit merkst du:


Dein Kopf fährt nicht wieder zurück in die Firma.


Du bist auf dem Heimweg.


Und du bist tatsächlich unterwegs nach Hause.


Zu Hause bist du nicht nur körperlich anwesend.


Du bist wieder verfügbar.


Für deine Familie.


Für ein Gespräch.


Für einen Spaziergang.


Für Sport.


Für Freunde.



Oder auch einfach für einen Abend auf dem Sofa – aber diesmal, weil du dich dafür entschieden hast.

Nicht weil du für nichts anderes mehr Energie hast.


Vielleicht gehst du sogar spontan noch eine Runde laufen.


Oder triffst dich mit Freunden.


Oder machst etwas, das du früher ganz selbstverständlich gemacht hast.


Nicht weil du jetzt plötzlich ein komplett anderer Mensch bist.


Sondern weil wieder Energie für dein eigenes Leben da ist.


Und irgendwann stellst du morgens fest:


Ich bin wieder erholt.


Du gehst nicht mehr schon morgens mit dem Gefühl in den Tag, dass du eigentlich noch Energie vom Vortag brauchst.


Du kannst dich bei der Arbeit wieder konzentrieren.


Du setzt Prioritäten bewusster.


Du erkennst, was wirklich wichtig ist – und was auch warten kann.


Vielleicht gibst du sogar Dinge ab, die du bisher unbedingt selbst machen wolltest.


Nicht weil dir die Arbeit egal geworden ist.


Sondern weil du verstanden hast:


Ich muss nicht alles selbst machen, um gute Arbeit zu leisten.


Und vielleicht passiert noch etwas.


Die Arbeit fühlt sich wieder anders an.


Nicht nur wie etwas, das du irgendwie bewältigen musst.


Du erkennst wieder, warum du das eigentlich machst.


Du gestaltest.


Du entscheidest.


Du übernimmst Verantwortung.


Aber du bist nicht mehr ständig auf deiner höchsten Betriebstemperatur.


Und jetzt stell dir die Frage:

Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du nicht weniger leisten müsstest – sondern nach der Leistung wieder richtig auftanken könntest?


Wenn dein Feierabend nicht mehr aus Erschöpfung bestehen würde.


Wenn du wieder entscheiden könntest, was du mit deiner freien Zeit machst.


Wenn ein Abend nicht mehr einfach nur etwas wäre, das du irgendwie überstehst, bevor du wieder ins Bett gehst.


Wenn du morgens nicht mehr gegen die Erschöpfung des Vortages ankämpfen müsstest.


Und wenn du im Job wieder gestalten könntest, statt nur zu funktionieren.


Du musst dafür nicht weniger ambitioniert werden.


Du musst deine beruflichen Ziele nicht aufgeben.


Du musst auch nicht lernen, alles locker zu sehen.


Was sich verändern muss, ist dein Umgang mit deiner Leistung und deiner Erholung.


Denn erfolgreich zu sein und auf sich selbst zu achten sind keine Gegensätze.


Du musst dich selbst nicht aufgeben, um im Job erfolgreich zu sein.


Du brauchst deine Energie nicht weniger für deinen Beruf.Du brauchst wieder genug davon für dein ganzes Leben.


Und vielleicht beginnt genau dort dein eigentlicher Feierabend.


Nicht wenn du den Laptop zuklappst.


Sondern wenn dein Kopf ihn auch zuklappt. Du möchtest noch einen Schritt weitergehen?

In meinem Buch „Feierabend beginnt im Kopf – Abschalten statt Ausbrennen“ geht es genau um diesen Punkt: Du kannst jahrelang funktionieren, Verantwortung übernehmen und immer noch ein bisschen mehr leisten – und trotzdem irgendwann merken, dass dein eigenes Leben dabei zu kurz kommt.

Das 1. Kapitel trägt deshalb nicht zufällig den Titel:

„Funktionieren ist KEINE Strategie“

Du kannst es dir kostenlos als Geschenk holen – ohne E-Mail-Adresse und ohne Anmeldung.

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Über mich

Hey, ich bin Silvia Gunsilius, Resilienz- Archtitektin +  Beraterin/Trainerin für Stressmanagement  & Burnout- Prävention. Mein Unternehmen hab ich bereits 2010 berufsbegleitend gegründet.

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