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Warum ich mein Buch "Feierabend beginnt im Kopf" geschrieben habe

Ich saß am Schreibtisch, das Telefon noch warm in der Hand. Gerade hatte ich ein Erstgespräch geführt – eine Standortbestimmung, die ich immer mache, bevor ich mit jemandem arbeite. Der Mann am anderen Ende der Leitung brauchte Hilfe. Dringend.



Aber ich musste ihm absagen.


Silvia Gunsilius mit ihrem Buch "Feierabend beginnt im Kopf - Abschalten statt Ausbrennen"
Mein Buch: Feierabend beginnt im Kopf - Abschalten statt Ausbrennen gibt's bei AMAZON



Er war zu spät dran. Viel zu spät. Was er brauchte, war keine Burnout-Prävention mehr. Was er brauchte, war eine Therapie. Und die konnte ich ihm nicht geben – bin ja kein Therapeut. Ich konnte ihm auch niemanden empfehlen. Nicht, weil ich keine guten Therapeuten kenne, sondern weil keiner von ihnen freie Plätze hat. Wartezeit? Sechs bis zwölf Monate. Eher zwölf als sechs.



Das Gespräch war am Ende merkwürdig ruhig. Ich hatte erwartet, dass nach der Absage mehr kommt, er vielleicht wütend wird. Schließlich war offensichtlich, dass es nicht so weitergehen konnte. Er Hilfe brauchte, JETZT. Aber er hat sich nicht mal richtig aufgeregt. Seine Stimme klang leer, frustriert und depressiv. Und genau das war das Problem: Er hatte halt keine Energie mehr. Nicht mal für Wut, denn auch die braucht Energie.



Was mich am meisten erschüttert hat? Es war nicht sein erster Burnout. Er hatte das alles schon einmal durchgemacht. Und trotzdem hatte er wieder viel zu lang gewartet, um gegenzusteuern.



Stunden nach dem Telefonat saß ich noch da und dachte: Was macht er jetzt mit seinem Leben? Wie geht es für ihn weiter? Burnout-Betroffene sind nicht nur erschöpft – sie haben oft damit verbundene Depressionen, sind suizidgefährdet. Deswegen darf auch kein Coach da mitmischen. Die Grenze ist klar. Und sie ist lebensrettend.



Warum ich das erzähle?



Weil ich es schon so oft gesagt habe. Weil ich seit Jahren versuche, Menschen klarzumachen: Der Zeitfaktor ist entscheidend. Wer zu spät handelt, für den gibt es keine schnelle Lösung mehr. Keine Tablette. Keine Garantie auf Heilung. Manchmal nicht mal mehr einen Weg zurück ins Arbeitsleben.



Und trotzdem denken viele: "Später reicht auch noch. Wenn's hart auf hart kommt, hilft mir schon die Krankenkasse."



Das ist ein gefährlicher Irrglaube.



Deine Krankenkasse kann dir nicht helfen, wenn du ausgebrannt bist. Sie kann dir keinen Therapieplatz aus dem Hut zaubern. Sie kann nicht garantieren, dass du jemals wieder arbeitsfähig wirst. Und sie kann dir nicht die Zeit zurückgeben, die du hättest nutzen können, um gegenzusteuern. Das kann im übrigen auch kein Arzt und kein Therapeut.



Irgendwann nach diesem Telefonat kam mir die Idee zum Buch. "Feierabend beginnt im Kopf – Abschalten statt Ausbrennen." Weil ich es nicht mehr nur sagen wollte. Weil ich es aufschreiben musste. Schwarz auf weiß. Für all die Menschen, die denken, ihre Widerstandskraft sei unerschöpflich. Die ihren Energiehaushalt überschätzen und die Gefahr unterschätzen.



Was du daraus mitnehmen kannst:



Erkenne die Warnsignale früh: Wenn du abends nicht mehr abschalten kannst, ständig erschöpft bist oder dich emotional leer fühlst – das sind keine Phasen, die von selbst vorbeigehen. Das sind Alarmsignale deines Körpers.



Warte nicht auf externe Rettung: Die Krankenkasse, dein Arbeitgeber oder "das System" werden dich nicht retten, wenn du ausgebrannt bist. Therapieplätze sind rar, und wenn du sie brauchst, ist es oft schon zu spät für Prävention.



Investiere JETZT in deine Resilienz: Burnout-Prävention funktioniert nur, solange du noch Energie hast. Wenn der Tank leer ist, hilft kein Coaching mehr – dann brauchst du medizinische Intervention.



Unterschätze nicht die Gefahr eines Rückfalls: Selbst wenn du schon einmal einen Burnout hattest, schützt dich diese Erfahrung nicht automatisch. Im Gegenteil: Das Risiko ist sogar höher, wenn du nicht aktiv gegensteuert.



Selbstfürsorge ist keine Selbstverständlichkeit: Es gibt keine "Tablette gegen Burnout" und keine Garantie auf vollständige Genesung. Ein Burnout kann deine Arbeitsfähigkeit dauerhaft zerstören – und damit deine Existenz gefährden.



Handle jetzt. Nicht irgendwann. Jetzt.


Falls du dich gerade fragst: 'Bin ich noch im grünen Bereich oder schon gefährdet?' – genau dafür habe ich die Standortbestimmung entwickelt. Ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir Klarheit schaffen. Schreib mir einfach → Kontakt


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Über mich

Hey, ich bin Silvia Gunsilius, Resilienz- Archtitektin +  Beraterin/Trainerin für Stressmanagement  & Burnout- Prävention. Mein Unternehmen hab ich bereits 2010 berufsbegleitend gegründet.

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© 2026 Silvia Gunsilius

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