Zähneknirschen (Bruxismus) endlich loswerden

Zähneknirschen (Bruxismus) endlich loswerden

Was gegen Zähneknirschen in der Nacht  wirklich hilft

Meine Erfahrungen mit dem Zähneknirschen in der Nacht

Bei einer Firmenveranstaltung vor Corona, bei der es eine Schnupper-Entspannung gab, trat eine junge Frau an mich heran und fragte mich, ob denn die Hypnose auch bei Zähneknirschen in der Nacht helfen könne.

 

Ich fühlte mich im Bruchteil eines Augenblicks  weit in meine Jugendzeit zurückversetzt, als ich bei meiner guten Freundin Sabine übernachtet habe. Ich bin plötzlich aufgewacht und mein Herz klopfte bis zum Hals, weil ich mich erschrocken habe und jäh aus dem Schlaf herausgerissen wurde. Ich hörte ein Geräusch, dass ich nicht zuordnen konnte und wusste nicht, wo es herkam und was das sein könnte.  Ein knirschen und knacken, das sich schrecklich anhörte und dazu noch  ziemlich laut war. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte etwas in der Dunkelheit zu erkennen, konnte jedoch mit der schwachen Straßenbeleuchtung von draußen, die durch die Rollenschlitze drang, nur Umrisse wahrnehmen,  so sehr ich mich auch anstrengte.

 

Das Geräusch hörte nicht auf und so tastete ich vorsichtig nach dem Lichtschalter der kleinen Lampe am Bett. Auch als ich das gedämpfte Licht angeknipst hatte konnte ich zunächst nichts ungewöhnliches erkennen. Es war nichts besonderes oder gar fremdes im Raum. Langsam, aber immer noch mit Herzklopfen ließ ich meinen Blick im Raum umherschweifen.

 

Sabine schlief fest und kriegte anscheinend gar nicht mit, was hier passierte. Sie lag mit dem Rücken zu mir und ich sah nur, wie sich durch ihre Atmung die Decke hob und senkte. Das Geräusch schien jedoch aus ihrer Richtung zu kommen und so schlüpfte ich leise unter meiner Decke hervor und schlich ein paar Schritte ums Bett herum, weil ich sie nicht aufwecken wollte. Und jetzt, da ich sie von vorne sah und in ihr Gesicht blickte sah ich die Ursache  des Geräusches plötzlich ganz genau.

 

Meine Freundin bewegte ständig den Kiefer hin- und her. Daraus entstand ein dermaßen kraftvolles Geräusch, dass ich niemals für möglich gehalten hätte. Das hörte sich an, als würden Steine mit einer ungeheuren Kraft aneinander reiben, wie aus einem Steinbruch. Einfach beängstigend. Hätte mir jemand erzählte, dass ein Mensch mit seinem Kiefer so ein Geräusch machen kann, ich hätte es nicht geglaubt. Ich kannte das damals nicht und wusste auch gar nicht, dass dieses Phänomen einen Namen hat. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, wollte sie aber auch nicht aufwecken und erschrecken. So hab ich sie mehrmals sanft angestupst und nach kurzer Zeit war tatsächlich Ruhe.

 

Am nächsten Morgen hab ich ihr von dem für mich „unheimlichen „Ereignis in der Nacht erzählt. Doch zu meinem Erstaunen war ihr das bekannt. Damals wusste man aber generell noch zu wenig über das Zähneknirschen in der Nacht und es gab kein Mittel dagegen. Leider haben wir uns später aus den Augen verloren, deshalb weiß ich nicht weiß, was aus ihr geworden ist. Doch das war mein erster überraschender Berührungspunkt mit dem Zähneknirschen in der Nacht.

Was ist Bruxismus ?

Als Bruxismus wird ein ständiges unbewusstes aufeinanderpressen oder reiben der Ober- und Unterkieferzähne bezeichnet, auch Zähneknirschen genannt.  Dies passiert häufiger nachts (Schlafbruxismus), kann jedoch auch tagsüber (Wachbruxismus) auftreten.  Der dabei entstehende Druck kann bis zu 10-mal höher sein als der normale Kaudruck. Die Dauer des Zähneknirschens variiert zwischen mehreren Minuten bis zu 45 Minuten in Ausnahmefällen.

 

Laut Statistik betrifft dieses Phänomen rund 20% der Bevölkerung und davon häufiger Frauen als Männer. Meist ist die Altersgruppe zwischen 30 und 45 betroffen. 

Woher kommt das Zähneknirschen in der Nacht?

 Lange Zeit vermutete man, dass  für das Zähneknirschen oder auch Zähnepressen  Fehlstellungen der Zähne eine Ursache dafür sind, dies stellte sich jedoch als Ausnahme heraus. Experten für Zahnheilkunde haben als Ursache für nächtliches Zähneknirschen Stress und Ängste als häufigste Auslöser ausgemacht. (Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/Zaehneknirschen)

 

Als wesentliche Ursachen des Bruxismus gelten heutzutage sog. Stressoren, insbesondere die Bewältigung von Alltagsproblemen und ein emotionales Ungleichgewicht des Patienten. Experten sprechen darüber hinaus auch von pathologischen Angst- und Unterdrückungsmechanismen. Neben Stress können auch Atmungsstörungen (Schlafapnoe) während des Schlafs, gehäufter Genussmittelgebrauch (Alkohol) und bestimmte Medikamente ursächlich für den Schlafbruxismus sein. (Quelle: die Bundesärztekammer)

 

Sozialer Stress scheint dabei eine besonders wichtige Rolle zu spielen, zum Beispiel seelische Belastungen am Arbeitsplatz oder in der Familie.

 

Dies kann ich als Stressexpertin nur bestätigen, da Stress Anspannung und auch Verspannung verursacht. Wir uns dessen jedoch oft nicht bewusst sind, bis diese Verspannungen aufgelöst werden und wir das Wohlgefühl von entspannten Muskeln wahrnehmen.

Frau mit einer Zahnschiene
Was gegen Zähneknirschen (Bruxismus) in der Nacht wirklich hilft

Die Folgen vom Zähneknirschen in der Nacht

Der Zahnschmelz und die Zahnhartsubstanz wird geschädigt und Sie reagieren überempfindlich auf Kaltes oder Warmes. Es kann zu Schmelzrissen, Schmelzaussprengungen,  zu Funktionseinschränkungen des Kiefers und zu Kieferentzündungen kommen. Vorhandene Kronen und Brücken können beschädigt werden. Der Kiefer schmerzt und die  Zähne können sogar brechen und sich die Bisslage verändern. 

 

Wenn der Kiefer dauerhaft angespannt wird wirkt sich das nicht nur auf die Zähne, sondern auf den gesamten Kopfbereich aus und hat oft weitreichende Folgen wie chronische Kopf-, Ohr-, Nackenschmerzen, Tinnitus und Schwindel.

Wie bemerken Sie selbst, dass Sie im Schlaf mit den Zähnen knirschen?

Das Ausmaß der Zerstörung wird an den Zähnen deutlich sichtbar. Durch die heftige Reibung sind stark abgeschliffene Schneidezähne typisch, jedoch auch empfindliche Zähne und freigelegte Zahnhälse. Das merken Sie selbst an zunehmenden Schmerzen in diesem Bereich oder es wird Ihrem Zahnarzt auffallen.

Was Zahnärzte bei Bruxismus raten

Der Zahnarzt kann mit Hilfe von Aufbiss- Schienen zum Schutz der vorhandenen Zahnhartsubstanz und des Zahnhalteapparates beitragen und für eine entspannte Lage des Kiefers sorgen. Die Entspannungsschienen müssen regelmäßig durch den Zahnarzt kontrolliert und ggf. nachgeschliffen werden. 

Zahnärzte verschreiben mitunter auch Medikamente zur Schmerzreduktion und Muskelentspannung.

3 Tipps, die bei Zähneknirschern den Kiefer spürbar lockern und Schmerzen verringern können

 Tipp 1:  Ertasten Sie die Stelle neben dem Ohr an dem sich Ihr Kiefergelenk befindet

Drücken Sie mit 2 Fingern mit leichtem Druck kreisend in diese Wölbung auf beiden Seiten des Kiefers während sie den Mund langsam öffnen und wieder schließen. Führen Sie diese Übung 20 – 30 Sekunden durch, bis sie eine spürbare Lockerung fühlen.

 

Tipp 2:  Machen Sie Stimmübungen wie ein Sänger, der sich auf seinen Auftritt vorbereitet in dem Sie die Vokale a, e, o, i, u  übertrieben deutlich und lange aussprechend.

 

Tipp 3: Lernen Sie die Muskelentspannung, dadurch lockert sich im  ganzen Körper Ihre Verspannungen, auch im  Gesicht und  Kiefer.

 

Meinen Audiokurs  zum Lernen der Muskelentspannung und zum besseren einschlafen gibt es hier.  Hörproben sind verfügbar.

Mit Hypnose Zähneknirschen abgewöhnen

Zahnschienen können das Zähneknirschen unterdrücken/verhindern, doch sie setzen lediglich am Symptom an, lösen nicht die Ursache. Doch wer möchte schon dauerhaft mit einer Zahnschiene schlafen?

 

Stressabbauende und stressbewältigende Verfahren, Entspannungstechniken, Stressbewältigungsstrategien sowie gezielte Übungen zur Körperwahrnehmung sind besonders hilfreich.

 

Die vorhandene psychische Belastung  äußert sich jedoch  nicht nur im Zähneknirschen, sondern spiegelt sich auch in der Gesamtstimmung nieder. Betroffene berichten oft, dass sie  traurig, niedergeschlagen und bedrückt sind, können jedoch keinen wirklichen Grund dafür nennen. Meist ist das auch nicht EIN Grund, sondern es sind über die Zeit mehrere unbewältigte Erlebnisse, Eindrücke und Belastungen, die ein Ventil brauchen und das Zähneknirschen auslösen. 

 

Um also das Zähneknirschen endgültig loszuwerden, müssen wir an die Ursache herangehen, um  Erleichterung zu schaffen. Da das eigentliche Problem hinter dem Symptom mit der Logik unseres Kopfes und unseres Bewusstseins oft nicht zu begreifen und erfassen ist, geschweige denn zu lösen arbeite ich mit dem Mittel der Hypnose, die mittlerweile auch von der Medizin anerkannt  und in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde. Mit Hilfe des Unterbewusstseins ist es möglich an die Wurzel des Problems tief im Inneren zu kommen, es zu erkennen und somit aufzulösen. 

 

 

 

 

 

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