Wissenswertes über Burnout & Burnout Prävention

Was ist Burnout?

Der Begriff bedeutet "ausbrennen".  In der Kernenergie ist damit das Durchbrennen von Brennstoffelementen aufgrund von Überhitzung gemeint. Der Ursprung des Wortes macht auch die Gefahr deutlich: Burnout kann zur Gefahr für Leib und Seele werden.

Wie entsteht Burnout?

Ein ausbrennen entsteht letztlich, wenn keine "Brennstoffzufuhr", in Form von  Energie mehr erfolgt. Wenn ständig mehr Energie abgegeben als zugeführt wird. 

 

Burnout entsteht, wenn Menschen, die permanent aus der Puste sind, sich keine regelmäßigen Atempausen gönnen, weil der Zusammenbruch des Körpers ja mehr noch der des persönlichen wirtschaftlichen und sozialen Gefüges ihre größte Angst ist. Und so leisten sie dauerhaft mehr, bis ihre Batterien leer sind.

Burnout ist letztlich das Ergebnis eines - möglicherweise über Monate und Jahre gehenden - Prozesses, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Energieabgabe größer ist als die Energiezufuhr.

Eine Geschichte zum Burnout

Ein westlicher Forscher durchforstet den Dschungel. Er hat ein Ziel, dass er unbedingt und mit hohem Tempo und großer Kraftanstrengung erreichen will. Einen geheimnisvollen Ort, den er entdecken will. Der Forscher treibt die einheimischen Träger an, schneller und schneller vorwärts zu gehen. Bei der nächsten Rast jedoch setzen sich die Träger an einer Stelle nieder und verharren dort. Der Forscher will sie antreiben, weiter zu gehen, doch sie weigern sich vehement. Auf die Frage, warum denn die Träger nicht weitergehen wollen antwortet ihr Sprecher: "Unsere Körper sind hier, aber unsere Seelen müssen erst noch folgen. Darauf warten wir"!

 

- aus einer Fabel - 

Früher war Burnout ein Spezialthema für bestimmte Berufsgruppen  - heute kann es jeden treffen

Noch in den 80- iger Jahren war Burnout ein Spezialthema, dass nur wenige Berufsgruppen betroffen hat. Damals wurden hauptsächlich helfende Berufe wie Krankenschwestern oder Pfleger als Risikogruppen eingestuft, hier spricht man vom  sogenannten „Helfer-Syndrom."

 

Fragt man diese Gruppe sagen sie häufig: "Ich möchte etwas mit/für den Menschen tun", die eigenen Bedürfnisse treten in den Hintergrund. Menschen in helfenden Berufen haben oft hohe Ideale und Erwartungen an sich selbst, ihnen ist die Rückmeldung und Wertschätzung ihrer Arbeit sehr wichtig und meist auch, was andere über sie denken. Daher sind sie meist bereit, über ihre eigenen Grenzen hinauszugehen.

 

Für viele sozial engagierte werden die Menschen in ihrem Umfeld zu "Hauptenergiequellen". Doch bei ungünstigem Arbeitsklima, bei Konflikten oder wenn die erwartete Anerkennung und Wertschätzung ausbleibt entsteht schnell ein Energiedefizit. Dazu kommt noch, dass Menschen in sozialen Berufen oft einem hohen Druck ausgesetzt sind, dem aber knappe Ressourcen gegenüberstehen, wie beispielsweise fehlendes Personal, zu niedriges Gehalt, mangelnde Leistungen und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten. Dies zusammen mit einer hohen emotionalen Bindung an Patienten und deren Schicksale kann zu dauerhafte schwerer Frustration führen.

 

Heute geht Burnout jedoch quer durch alle Schichten und Berufsgruppen, von der Hausfrau zum Firmenboss zum Arbeitslosen. Mittlerweile soll fast jeder 2. Lehrer in Deutschland betroffen sein. 

 

Burnout ist gesellschaftsfähig geworden und als moderne Gesellschaftskrankheit etabliert. 

Ursachen für einen Burnout

Es gibt 2 Erklärungsversuche für das Burnout-Snydrom, der erste Versuch nimmt äußere Faktoren in den Blick, der zweite innere Faktoren (die persönliche Disposition). Beide Modelle für sich greifen jedoch zu kurz.

 

Wie bei fast allen anderen psychischen Störungen ist auch beim Burnout von einer Entstehungsgeschichte auszugehen, die mehrere Faktoren impliziert. Es gibt also nicht DEN EINEN Grund, der Burnout auslöst.

 

Äußere Faktoren können sein:

Stress, zu hohe Arbeitsbelastung, zu hohe Anforderung, ständige Konfrontation mit Problemen auf einem hohen Level, systemisch schwierige Konstellationen wie Teamkonfliktee, Mobbing oder familiäre Konflikte, mangelnde Ressourcen wie Personal, ideele Unterstützung oder Finanzmittel, wenig positives Feedback und Anerkennung bzw. schlechte Bezahlung mit der Botschaft: Deine Arbeit ist nicht viel wert! Macht- und Kompetenzgerangel, Unklare und unrealistische Zielvorstellungen, keine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben, ständige Verfügbarkeit, wenig Entscheidungsspielraum, Problematische Arbeitsorganisation,  hinderliche Rahmenbedingungen, lähmende Prozesse statt Arbeitserleichterung, Überforderung durch zu komplexe Aufgaben, Unübersichtlichkeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust

 

Innere Faktoren können sein:

Hohe Ideale, Angst vor Kritik, Angst vor materiellem Absturz, Angst es nicht zu schaffen, Perfektionismus, Erwartung an sich erfolgreich zu sein, Versagensangst,  die Unfähigkeit Grenzen zu ziehen (Nein, zu sagen),  Die Angst vor Ablehnung, Eigene Muss-Anforderung, Angst das Gesicht zu verlieren, als Verlierer da zu stehen, Sehnsucht nach Anerkennung und Wertschätzung

 

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit

 

Je mehr die äußeren Umstände und die innere Disposition in einer gesunden Balance sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit an einem Burnout zu erkranken. Sie dagegen die äußeren Umstände kritisch und treffen auf schwierige innere Faktoren, nimmt die Gefahr entsprechend zu.

Erste Anzeichen eines Burnout-Syndroms

In dieser Phase engagieren sich Betroffene vermehrt für ihre Ziele, arbeiten viele Stunden, missachten ihre persönlichen Bedürfnisse und vernachlässigen Pausen und Auszeiten, leiden unter Konzentrationsschwäche und Energiemangel und schränken zunehmen ihre sozialen Kontakte ein. Sie sind chronisch erschöpft und müde und ziehen sich nach und nach in sich zurück.  Dadurch entsteht eine negative Spirale, denn durch den Rückzug fehlen immer mehr die Kontakte und die Selbstbestätigung von außen.  Versagensängste, eine negative Einstellung zur Arbeit und Schuldgefühle führen zur Flucht in Alkohol, Medikament und Drogen, um scheinbar mit der Situation besser klar zu kommen.

 

Dadurch beginnt ein Teufelskreis und ein weiteres Abrutschen, denn so können wichtige Ziele nicht mehr erreicht werden. Die Betroffenen sind zunehmend unmotiviert und unorganisiert, ihr Engagement lässt drastisch nach und machen nur noch Dienst nach Vorschrift. Sie tun sich schwer damit, Entscheidungen zu treffen, was insbesondere für Führungskräfte fatal ist.

 

Negative Gedanken und Gefühle wie Selbstmitleid, Verzweiflung, Gleichgültigkeit können auftreten und psychosomatische Störungen wie Kopf- und Magenschmerzen, Verspannungen, Verdauungsprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen bis hin zu Herzkrankheiten. 

 

Die Gefahr eines Verschleppens von Burnout

Viele der betroffenen Menschen handeln nicht, obwohl sie die Bedrohung durchaus spüren. Sie verbinden dies aber oft mit einem Gefühl des persönlichen Scheiterns, da in unserer Gesellschaft Erschöpfung ein Tabu-Thema ist.  Man kann sich in einer Welt, die von "Schönheit", "Fitness", "Leistungsfähigkeit", "Jugendlichkeit", "Erfolg" und "just-in-time" eine Erschöpfung praktisch nicht mehr leisten und verschiebt Ruhe und Ausgleich ins hohe Alter und in die Rente. 

Ja müde dürfen wir sein, abends nach einem anstrengenden Tag und im familiären Kontext. Aber etwas partout nicht schaffen oder gar zu scheitern das kommt für viele nicht in Frage. Und so leisten wir mitunter mehr, als wir können. Und das nicht nur ab und zu, sondern dauerhaft, solange bis unsere Batterien leer sind.

 

Wer möchte angesichts der angestrebten Bilder, die uns ständig vorgesetzt werden von fitten Männern und schönen Frauen mit ihren Erfolgserlebnissen schon zugeben, dass er von davon weit entfernt ist?

 

Noch schwieriger wird es dann, sich das vor einem Dritten,  einem Berater, einzugestehen, ausführlich darüber zu berichten und Fragen zuzulassen. 

 

Und das ist wohl auch der Grund, warum Menschen zurückschrecken, sich Hilfe zu holen, obwohl sie schon längst erkannt haben, dass sie auf einen Burnout zusteuern.

Frau im Stress mit Gedankenkarussell
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Weniger Burnout Gefahr durch Leidenschaft für den Beruf?

Ganz im Gegenteil, Leidenschaft ist ein Faktor, der die Burnout-Gefahr erhöht. Hier sind ist die Hauptauslöser oft:

  • übertriebener Ehrgeiz
  • der Anreiz sich ständig beweisen zu müssen und
  • die eigene Definition, die überwiegend über den Leistungsgedanken stattfindet

Bei Führungskräften mutiert dann auch mitunter der Wille zum Erfolg zum Erfolgszwang, denn Erfolg ist relativ und heutzutage sehr kurzlebig. So sind erreichte Erfolge oftmals nur Zwischenstationen und die Anforderungen werden danach erhöht, um noch mehr zu erreichen. So bleibt auch die Zufriedenheit auf der Strecke, denn das Ziel ist eigentlich nie dauerhaft erreicht,  das Unternehmensergebnis lässt sich immer steigern.  Auch spielt hier die Rivalität eine  Rolle und das Revier bzw. den Posten, den es zu verteidigen gilt. Denn wer heute erfolgreich ist, kann morgen schon weg sein, wenn die Erfolge ausbleiben. Eine Abgrenzung von Berufs- und Privatleben ist notwendig.

 

Auch Führungskräfte und Unternehmer sollten,  wenn gleich es manchmal schwer umsetzbar erscheint, bestmöglich Beruf und Privatleben trennen. Also versuchen, nicht berufliche Probleme ständig mit ins Privatleben nehmen und auch nicht permanent erreichbar sein, heißt sich abgrenzen und in der Freizeit bestmöglich „los zu lassen“.

 

Aber gerade Führungskräften und Unternehmern fällt das Loslassen erfahrungsgemäß schwer, da es gilt Kontrolle abzugeben. Stattdessen tragen sie ihre Verantwortung, ihre Ideen, Pläne, aber auch Sorgen ständig mit sich herum.  Ganz klar, dass es da keine wirkliche Ruhe im Kopf gibt und kein abschalten. Unter diesen Bedingungen gestaltet sich Regeneration immer schwieriger.

 

Leistungsorientierte Menschen, die ursprünglich „Feuer und Flamme“ waren für ihren Beruf, mit hohen Zielen und einer gehörigen Portion Motivation laufen so Gefahr über lange Zeit das richtige Maß zu verfehlen und deshalb kann aus Leidenschaft schnell Erschöpfung werden.

 

Grade Leidenschaft für den Beruf ist oft DER Faktor. Die Betroffenen sind "Feuer und Flamme" für ihren Beruf und hatten eine hohe Zielsetzung, Motivation und Einsatzbereitschaft, die sie an ihre persönliche Grenzen bringt. So sind sehr häufig Führungskräfte in der Wirtschaft, aber auch Menschen in sozialen Berufen betroffen.

Symptome eines Burnout

Das Problem beim Ausbrennen ist, dass die Forschung bis jetzt etwa 130 verschiedene Symptome gefunden hat, deren gemeinsames oder getrenntes, heftiges oder schwaches Auftreten ziemlich sichere Hinweise auf das Bestehen eines Burnout-Syndroms zulassen.

 

Es kann sich hierbei um Symptome handeln wie:

 

Körperliche Symptome:

Trockener Mund, Tinnitus, Schlafstörungen, Albträume, Chronische Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Schwitzen, Herzklopfen, Kurtatmigkeit, Schwindelanfälle, Kloß oder Frosch im Hals, Atembeschwerden, Erhöhte Pulsfrequenz/erhöhter Blutdruck, Häufiger Kopfschmerz/Migräne, Vermehrter Zugriff auf Aufputschmittel (Koffein, Nikotin, Alkohol), Müdigkeit, Erschöpfung, Schwäche, Energiemangel, sexuelle Probleme, mangelnde Lust, Kieferprobleme/Zähneknirschen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abnahme der Reaktionsfähigkeit und dadurch erhöhte Unfallgefahr

 

Emotionale Symptome:

Negativeinstellung, Sozialer Rückzug, Zynismus, Sarkasmus, Gefühl der Leere, Flucht- und Suizidgedanken, Angst und Unsicherheit, Depressive Reaktionen, Verlust von Idealismus, Frustration, Deillusion, Neigung zum Weinen, Aggressives Verhalten, latentes Mißtrauen, paranoide Vorstellungen, vermindertes Einfühlungsvermögen, Gleichgültigkeit, Apathie, mechanisches Funktionieren, Gefühl der Hilflosigkeit und der Ohnmacht, Niedergeschlagenheit, Entmutigung, Wut und Aggressivität, Veränderung des Selbstwertgefühls

 

Soziale Symptome:

Übersteigerte Reaktionen, Ehe- und Familienprobleme, Unlust Menschen zu begegnen, Häufigere Fehlzeiten am Arbeitsplatz, Verringerte Konfliktfähigkeit, weniger Belastbarkeit, Isolierung und Rückzug, Empfinden sozialer Kontakt als Belastung

 

 

Intellektuelle Symptome:

Konzentrationsstörungen, Unproduktivität, Gedächtnissschwäche, Gefühl der Überforderung, Mangelnde Fähigkeit sich auf Neues einzulassen, Schwarz-Weiß-Denken, Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen, Einbuße an Phantasie und Flexibilität, Schwierigkeiten der Merkfähigkeit und Wortfindungsstörungen, Denkblockaden und Gedächtnisstörungen, Scheuklappeneffekt durch eingeschränkte Wahrnehmung.

 

Die Aufzählung der Symptome hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Beim Burnout ist der Energiehaushalt dauerhaft gestört

Burnout ist letztlich das Ergebnis eines - möglicherweise über Monate und Jahre gehenden Prozesses -  der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Energieabgabe größer ist als die Energiezufuhr.
Man kann sich das so vorstellen wie bei einem alten Akku aus einer früheren Baureihe, bei dem die Speicherkapazität beschädigt ist. Die Kraft verschwindet auf Dauer und auch Versuche zur Regeneration greifen nicht richtig.

Der Prozess des Energieverlustes geht schleichend und wird von den Betroffenen meist erst wahrgenommen, wenn es bereits zu spät ist. Dann kann sich der Betroffene nicht mehr selbst helfen, Hilfe von außen wird unerlässlich. Auch wenn einem das nicht bewusst ist,  so ist es doch nötig, regelmäßige Pausen und Auszeiten einzubauen, um sich zu regenerieren und wieder frische Energie aufzutanken.  

Burnout Unser Energiespeicher leert sich schnell, wenn nicht entsprechend neue Energie zugeführt wird
Unser Energiespeicher leert sich schnell, wenn nicht entsprechend neue Energie zugeführt wird. Dies kann dann zu einem Burnout führen

Die Stufen/Phasen des Burnout

Phase 1: Idealistische Begeisterung + Einsatz über das normale Maß hinaus mit dem Wunsch/Zwang, sich zu beweisen

Phase 2: Verstärkter Einsatz und Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

Phase 3: Beginnende Distanzierung

Phase 4: Verleugnung, Emotionalisierung und erste Verhaltensänderung

Phase 5: Abbau und desinteressierte Gleichgültigkeit

Phase 6: Depersonalisation und innere Leere

Phase 7: Körperliche Symptome

Phase 8: In der Tiefe der Burnout-Spirale

 

Eine Burnout Erschöpfung kommt schleichend und unauffällig und verläuft in verschiedenen Phasen. Das heißt, entgegen der landläufigen Meinung gibt es hier also nicht nur schwarz und weiß, man ist "drin" oder "draußen", sondern womöglich in einer der Schattierungen eines Burnout, nämlich in einer der Phasen.

Das darf nicht unterschätzt werden. In der Literatur dazu finden sich unterschiedliche Modelle, die bis zu 12 Phasen beschreiben, darüber ist man sich also noch nicht einig. Festgestellt werden kann aber, dass der Prozess in der Form einer Abwärtsspirale verläuft. Ziel ist es natürlich, die Abwärtsspirale zu stoppen.

 

Die  1. Herausforderung dabei ist, erstmal zu erkennen, an welchem Punkt des Abwärtsstrudels sich der Mensch befindet, man ihn also "abholen" muss, da in diesem fortwährenden Prozess nicht jede Phase unbedingt durchlaufen werden muss.

 

Burnout Diagnose

Erschwert wird die Diagnose Burnout durch die Nähe zur Depression und zum Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS).  Das CFS geht mit einer chronischen Erschöpfung einher. Nach letzten Erkenntnissen wird dort allerdings ein Virus als Auslöser der Krankheit vermutet. 

 

Hinzu kommen die bereits erwähnten etwa 130 verschiedenen Symptome, die gemeinsam oder getrennt, mehr oder weniger stark oder schwach auftreten können.

 

Im "Klinischen Wörterbuch" wird der Burnout beschrieben als "Zustand emotionaler Erschöpfung, reduzierter Leistungsfähigkeit und eventuell Depersonalisation infolge einer Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität bei Personen, die Arbeit mit oder am Menschen ausführen."

Burnout Behandlung

Burnout ist  eine Gefahr für Leib und Seele und kann zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen!

 

So braucht es für  einen Burnout eine Therapie, die  nur  von heilenden Berufen ausgeübt werden darf, wie Ärzten bzw. Therapeuten, wohin gegen die Burnout-Prävention, also ein persönliches zeitiges Gegenlenken  bei ersten Anzeichen eines Burnout mit  präventiven Werkzeugen an inneren und äußeren Faktoren von Beratern/Mentoren/Coaches vorgenommen werden darf.

 

Anhand der vorher aufgeführten verschiedenen Symptome wird die Problematik einer Behandlung sehr deutlich. Es handelt sich um eine überaus komplexe Herausforderung, selbst für einen Therapeuten, um aus dem "Tal der Leere" wieder herauszukommen. Wie bereits geschildert greifen Regenerationsmaßnahmen unter Umständen nicht und der Erfolg einer Therapie ist keineswegs gesichert.

Burnout vermeiden - Burnout Prävention

Burnout: Das Modell der Fundamente
Das Modell der Fundamente, die wichtig sind, um einen Burnout zu vermeiden

Das Modell der Fundamente, die wichtig sind, um einen Burnout zu vermeiden

Wie anfällig wir sind für Burnout entscheidet das Fundament, auf dem wir stehen. Ein Fundament dabei ist die Arbeit und die berufliche Zufriedenheit, ein weiteres Fundament ist aber auch jeweils das System Familie, Partnerschaft, Freundschaften und auch Hobbies, heißt sinn- und lustvoll genutzte Zeit.

 

Ein Mensch kann nicht lange auf einem Bein, sprich auf "nur" einem Fundament stehen. Heißt also, wenn jemand ein Problem mit äußeren und/oder inneren Faktoren im System Arbeit hat, zum Beispiel durch ein entsprechendes Verhalten/ Äußerungen des Vorgesetzten oder der Kollegen, fehlende Anerkennung und Wertschätzung so kann dies jemand möglicherweise besser verkraften -  je nach eigener Vulnerabilität - wenn andere Fundamente in Takt sind wie das System der Partnerschaft, der Familie,  der Freundschaften und Hobbies, bei denen sich dieser Mensch gut aufgehoben und anerkannt fühlt und das Gefühl hat, dass er gebraucht und wertgeschätzt wird. 

 

Je mehr Fundamente jedoch wegbrechen, umso höher ist die Burnout-Gefahr.  Und dies ist oft der Fall, weil sich die beruflichen Probleme auf das Privatleben übertragen. Die starke Betonung der Arbeit führt oft dazu, dass man sich davon so sehr in Anspruch genommen fühlt, dass man auch in der Freizeit davon blockiert wird und sich von Freundschaften zurückzieht, Hobbies zu kurz kommen, selten oder gar nicht mehr sinn- und/oder lustvoll genutzte Zeit stattfindet, weil dieses nicht als wertvoller Ausgleich, sondern als zusätzliche Belastung wahrgenommen wird. Dadurch steigt die Gefahr einer seelischen, körperlichen und emotionalen Erschöpfung immens an.

 

Daher gilt es dieses Muster zu durchbrechen und die Fundamente wieder auf eine solide Basis zu stellen, um einen regelmäßigen sinnvollen Ausgleich zu schaffen und den Energiehaushalt wieder in Balance zu bringen.

 

Dies geschieht zum Beispiel mit einer Selbstanalyse und dem Erkennen von Verhaltensmustern mit Hilfe des ABC-Modells:

A= Auslöser (Problem)

B= Beliefs (Gedanken, Bewertungen, Glaubensüberzeugungen)

C= Consequences (Gefühl, Empfindung, Verhalten)

 sowie den Erklärungen des kognitiven Modells anhand des Beispiels "Werkzeugkasten meines Lebens" und den daraus abgeleiteten Maßnahmen sowie der Vorbeugung auf der psychischer Ebene, beruflicher und körperlicher Ebene.

 

Beispielsweise das Erkennen eigener  Wünsche und Bedürfnisse,  dem Lernen "Nein" zu sagen, dem Setzen von realistischen Zielen, der Überprüfung von eigenen Zielen, dem Umgang mit den  eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer sowie Bewegung, gesunder Ernährung und ausreichend Regeneration und Schlaf.

 

 

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